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wiki:bielefeld_joellenbeck

Jöllenbeck

Dieses ist die Beschreibung des Bielefelder Stadtbezirks Jöllenbeck mit seinen früheren Dörfern und/oder Bauerschaften, den ihnen folgenden Gemeinden und den Kirchengemeinden (Kirchspielen).

Bauerschaften

Die 4 Bauerschaften mit ihren Höfen und Hausnummern etwa im Umfang von 1820.

Hausstätten- und Höfelisten

Geschichte

Jöllenbecks wurde als „Julinbike“ erstmals im Jahr 1191 in einer Urkunde des Bischofs Bernhard von Paderborn erwähnt. Bereits damals besaß Jöllenbeck in der Nähe der heutigen Straße „Auf dem Tie“ eine Kirche, die seit dem 14. Jahrhundert die Pfarrkirche des Kirchspiels Jöllenbeck war. Auf dessen Gebiet sind aus dem Mittelalter sechs Bauerschaften überliefert, an die zum Teil heute noch Flur- und Straßennamen erinnern: Bauerschaft Jöllenbeck Bauerschaft Hemighold Bauerschaft Belzen Bauerschaft Peppingdorf Bauerschaft Dreeke Bauerschaft Bargholz In der Jöllenbecker Kirche fanden im Mittelalter mehrmals Landtage der Grafschaft Ravensberg statt. Wie die übrigen Teile der Grafschaft Ravensberg auch fiel das Gebiet von Jöllenbeck 1346 an die Grafschaft Berg (ab 1423 Jülich-Berg). Die Grafschaft Ravensberg kam 1609 vorläufig und im Jahr 1666 als Folge des Dreißigjährigen Krieges endgültig an Brandenburg-Preußen. Bis zum Ende des 18. Jahrhunderts hatten sich aus den ursprünglich sechs Bauerschaften die beiden Bauerschaften Oberjöllenbeck und Niederjöllenbeck herausgebildet, die zur Vogtei Schildesche gehörten. Als Preußen 1807 alle linkselbischen Gebiete abtreten musste, kamen die Jöllenbecker Bauerschaften zunächst zum Königreich Westphalen, wo sie zum Kanton Werther des Distrikts Bielefeld gehörten. 1810 annektierte Frankreich die nördlich des Johannisbachs gelegenen Gebiete des Distrikts Bielefeld und gliederte sie in sein Departement der Oberen Ems ein. Ober- und Niederjöllenbeck wurden zu einer Mairie (Bürgermeisterei) zusammengefasst, die nun zum Kanton Enger im Distrikt Minden gehörte. Nach der Niederlage Napoleons fiel das gesamte Ravensberger Land an Preußen zurück und wurde Teil des Regierungsbezirks Minden der 1815 gegründeten Provinz Westfalen. Bei der Einteilung der Provinz in Kreise im Jahr 1816 wurde die Bürgermeisterei Jöllenbeck zunächst dem Kreis Herford zugeordnet, aber zum 1. Januar 1832 in den Kreis Bielefeld umgegliedert. Im Rahmen der Einführung der Westfälischen Landgemeindeordnung wurde im Dezember 1843 im Kreis Bielefeld aus der Bürgermeisterei Jöllenbeck das Amt Jöllenbeck mit den eigenständigen Gemeinden Niederjöllenbeck und Oberjöllenbeck gebildet. Jöllenbeck wurde mit der Gründung des ersten Posaunenchores 1843 eines der Zentren der Erweckungsbewegung im Ravensberger Land.Grafschaftsdenkmal Bei Auflösung des Amtes Schildesche am 1. Oktober 1930 wurden die beiden Gemeinden Theesen und Vilsendorf in das Amt Jöllenbeck eingegliedert. Am 10. August 1952 schlossen sich Niederjöllenbeck und Oberjöllenbeck zur Gemeinde Jöllenbeck zusammen.

Im Rahmen der kommunalen Neugliederung des Raums Bielefeld wurde Jöllenbeck am 1. Januar 1973 nach Bielefeld eingemeindet.[9] In der vergrößerten Stadt Bielefeld wurde der Stadtbezirk Jöllenbeck gebildet, bestehend aus Jöllenbeck, Theesen und Vilsendorf sowie der Gemarkung Nagelsholz der Städte Spenge und Werther, die für den Bau eines Regionalflughafens nach Bielefeld eingemeindet wurde. Nachdem dieses Projekt aufgegeben worden war, wurde Nagelsholz 1982 wieder an Spenge und Werther zurückgegeben.

Übersichtskarten

Verweise

Stadtarchiv Bielefeld

Heimatverein Jöllenbeck

Historischer Verein für die Grafschaft Ravensberg

Auskünfte oder weitere ausführliche Unterlagen in digitaler Form zu einzelnen Höfen erhalten Sie unter:

                  info@westfalenhoefe.de
wiki/bielefeld_joellenbeck.txt · Zuletzt geändert: 2019/10/02 22:46 von michael